Virale Werbung breitet sich aus wie ein Lauffeuer, ist in aller Munde, wird unzählige Male geteilt. Misst sich so der Werbeerfolg?

Ja. Nein… Klares Jein. In diesem Artikel stellen wir die richtigen KPIs vor, um den Erfolg Ihres Videos zu messen. Dann wird das Jein schnell klarer.

KPI (Key Performance Indicator) steht für Leistungskennzahlen zur Messung von Fortschritt und Erfüllungsgrad eines Ziels.

Das heißt: Mithilfe der vorhandenen Daten könne Sie überprüfen, ob die Kampagnenziele erreicht wurden. Dadurch helfen KPIs, Ergebnisse miteinander zu vergleichen und agil zu reagieren, wenn Erfolge ausbleiben.

Was sind die richtigen Indikatoren für MEINE Ziele?

Bevor man sich im KPI-Dschungel verliert, sollte erstmal das Marketing-Ziel feststehen. Die eigene Erwartungshaltung an das Werbemittel muss also vor Ausstrahlung klar sein.

Welches Ziel verfolgen Sie?

  • Markenbekanntheit erhöhen?
  • Mehr Traffic auf der Website generieren?
  • Verkaufszahlen steigern?

Vom jeweiligen Ziel hängt ab, welche KPI-Messwerte Sie betrachten müssen. Hier eine Grafik, die alles schneller erklärt, als Worte es könnten:

KPIs für Kampagnenziele

Klar ist: Je nach Zielsetzung müssen unterschiedliche KPIs betrachtet werden.

1. Klicks: Welche Reichweite hat mein Video?

Denkt man an erfolgreiche Videos, denkt man sofort an Klickzahlen. Sie sind einfach zu messen. YouTube z.B. zeigt die Zahlen auf einen Blick.

Klicks verschaffen – bei Videos, die auf Aufmerksamkeit zielen – einen schnellen und groben Überblick. Sie sind v.a. praktisch für einen Vergleich: Wächst die Zuschauerzahl schneller als beim letzten Video?

Besonders relevant werden Klicks, wenn sie gegen Null tendieren. Dann heißt es gegensteuern:

  • Titel umformulieren
  • Startbild interessanter gestalten

Tipp: Klickzahlen können zusätzlich erhöht werden, wenn das Video möglichst breit gespielt wird. Z.B. im Newsletter oder der E-Mail-Signatur einbinden und es auf den Firmenkanälen (LinkedIn, Facebook, Instagram,…) veröffentlichen.

Was aber, wenn ein Nutzer das Video zwar anklickt, aber sofort abschaltet? Man sieht, um die Qualität eines Klicks auszuwerten braucht es mehr…. mehr KPIs!

2. Wiedergabezeit und Absprungrate: Wie relevant ist mein Video?

Die Wiedergabezeit ist eine der wichtigsten KPIs für Branding-Kampagnen. Sie zeigt, bis zu welchem Zeitpunkt Ihr Video angesehen wurde. Dabei korreliert die Länge mit einem positiven Markenerlebnis.

Trotz einem Überangebot an Onlinewerbung schenkt der User Ihrer Marke seine (knappe) Aufmerksamkeit. Das gleicht doch einem Ritterschlag!

Die Absprungrate wiederum kann inhaltlich Aufschluss bieten: Springen Nutzer häufig an der gleichen Stelle ab, kann das auf Langeweile oder Unverständlichkeit hinweisen.

Tipp: Lassen Sie sich trotzdem nicht entmutigen! Die Learnings einfach in die nächste Videoproduktion einbauen.

3. View-Through-Rate: Wie gut ist mein Video?

Die View-Through-Rate (VTR) gibt Auskunft über die Zufriedenheit der Zuschauer. Sie misst, wie viel Prozent der Zuschauer die gesamte Dauer des Videos verfolgt haben. Das gibt Aufschluss über die Qualität Ihres Videos.

Beispiel zur Berechnung der View-Through-Rate:
Die Anzahl der Zuschauer, die das Video bis zum Ende sehen: 38
Anzahl der gesamten Views: 1000

38 / 1000 = 0,038
0,038 * 100 = 3,8% View-Through-Rate

Extra geheimer Geheim-Tipp: Beinhaltet Ihr Video ganz am Ende einen Call-To-Action, muss eine möglichst hohe VTR erzielt werden. Umgekehrt gilt: Kann das Video keine hohe VTR erzielen, muss der CTA früher im Video platziert werden.

4. Engagement und Interaktion: Wie reagieren andere auf mein Video?

Likes und Shares sind längst zu einer Form digitaler Währung geworden. Auch im Videomarketing. So erfahren Sie direkt und unverfälscht, wie Ihr Video bei Usern ankommt. Bei diesen Zahlen heißt es genau hinschauen:

  • Likes/Dislikes
  • Kommentare
  • Geteilte Inhalte
  • Abonnentenzahl

V.a. die Shares (also das Teilen des Videos in den sozialen Netzwerken) zeigt an, ob die Zielgruppe den Inhalt des Videos für relevant und hilfreich für andere erachtet.

Tipp: Antworten! Nehmen Sie das Feedback ernst und antworten Sie auf Kommentare. Von einer wachsenden Interaktionsrate profitiert Ihre gesamte organische Reichweite.

Keep in mind: Außerhalb von Social Media gibt es keine oder kaum Likes und Kommentare. Das hießt nicht, dass eine Kampagne erfolglos ist.

5. Conversion Rate: Wie überzeugend ist mein Video?

Die Conversion Rate misst, ob Ihr Video dabei hilft, gewünschte Aktionen auszuführen. Sie ist damit besonders abhängig von der Vorgabe Ihrer Video-Marketing-Strategie. Beispielsweise: mehr Newsletter-Abonnenten, mehr Besucher auf der Website, Kauf eines bestimmten Produkts…

So wird’s berechnet: Die erfolgten Aktionen geteilt durch die Anzahl der Video-Views.

Beispiel zur Berechnung der Conversion Rate:
Anzahl der Video-Aufrufe: 1000
Anzahl der Conversions: 15

15 / 1000 = 0,015
0,015 * 100 = 1,5% Conversion Rate

Reminder: Die Conversion Rate ist dann relevantes KPI, wenn die Video-Kampagne auf Aktion zielt. Branding-Kampagnen beispielsweise erzielen durch ihre Ausrichtung auf langfristige Kundenbindung und Erinnerung keine hohen Conversions.

Fazit

Der Erfolg Ihres Videos lässt sich nicht an einer einzelnen Kennzahl festmachen. Die Frage muss immer lauten: Welche KPIs sind für die Bewertung meines Ziels von Bedeutung?

Sie haben noch kein Video? Wir helfen gerne bei der Realisierung Ihrer Video-Kampagne! Füllen Sie unser Kontaktformular aus und wir melden uns umgehend bei Ihnen.

Sie müssen noch überzeugt werden? The future is video! Zahlen und harte Fakten finden Sie hier.

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